Kaninchen-Impfungen

Auch Kaninchen sollten jährlich geimpft werden. Die Erkrankungen sind Myxomatose und Rabbit Haemorrhagic Disease (RHD). Beide Erkrankungen werden durch ein Virus ausgelöst und verlaufen meist tödlich. Der Erreger und das Krankheitsbild unterscheiden sich jedoch wesentlich voneinander.

Myxomatose verursacht Schwellungen im Bereich der Augen, Nase, Ohren, Lippen und im Genitalbereich. Die Tiere bekommen zunehmend Probleme beim Fressen und Trinken und versterben meist innerhalb von 2 Wochen.

Bei RHD kommt es sehr plötzlich zu Symptomen wie Fieber, Atemnot, Nasenbluten, Mattigkeit und Krämpfen, die innerhalb weniger Stunden zum Tod führen.
Die Übertragung erfolgt meist durch Stechmücken oder Kanichenflöhe. Die RHD wird auch durch direkten Kontakt zwischen Tieren oder durch kontaminierte Gegenstände und Grünfutter übertragen.

Leider sind beide Erkrankungen auch bei uns in Deutschland weit verbreitet und regelmäßig ziehen Seuchenzüge über Deutschland hinweg. Daher empfehlen wir die Schutzimpfung. Es ist sinnvoll auch, reine Wohnungskanichen zu impfen, da auch eine indirekte Übertragung durch Grünfutter oder Gegenstände möglich ist und Stechmücken in die Wohnung gelangen können.

Den einzigen zuverlässige Schutz bietet die Impfung, diese erfolgt 1x jährlich und schützt Ihr Kaninchen bereits 1 Woche nach der Injektion.

Falls Sie Fragen zur Impfung haben, wenden Sie sich an uns. Wir beraten Sie gerne!

Zahnpflege beim Hund? So bleiben die Zähne gesund!

Die Vorfahren unserer Haushunde hatten mit der Zahnpflege keine Probleme. Ihr Gebiss wude beim Reißen und Fressen von Beutetieren gereinigt. Das heutige Hundefutter ist dafür nicht mehr geeignet. Deshalb ist es umso wichtiger, dass Sie als Hundebesitzer hier aktiv eingreifen.

Regelmäßige Zahnkontrollen beim Tierarzt sollten deshalb beim Hund genauso selbstverständlich sein wie beim Menschen. Denn Zahnerkrankungen sind beim Hund häufiger als man vermutet und haben schlimmere Folgen als man denkt. Das Gebiss des Hundes wird von den gleichen Gefahren bedroht wie unsere Zähne auch – vor Zahnstein, Parodontose und Karies ist auch der Hundezahn nicht gefeit.

Zahnstein

Zahnstein kommt häufig vor und verursacht neben unangenehmem Mundgeruch auch schmerzhafte Entzündungen des Zahnfleisches. An der rauhen Oberfläche des Zahnsteins bleiben Futterreste kleben, die Bakterien im Maul als Nahrung dienen. Diese Bakterien vermehren sich explosionsartig und bilden Beläge an der Zahnoberfläche (Plaque).

Paradontose

Diese Bakterien führen früher oder später zu Entzündungen am Zahnfleisch, als Folge davon zieht sich das Zahnfleisch zurück, bildet Taschen und die empfindlichen Zahnhälse liegen frei – Paradontose ist entstanden. Ohne Behandlung verschlimmert sich der Zustand, bis die Zahnwurzeln freiliegen. Im schlimmsten Fall kann sogar der Kieferknochen angegriffen werden. In diesem Stadium ist der Zahn nicht mehr zu retten. Darüber hinaus vermehren sich in den Zahnfleischtaschen, im Zahnstein und in den Zahnbelägen Bakterien, die über die Blutgefäße in den Körper gelangen und dort Krankheiten auslösen können. Insbesondere Veränderungen der Herzklappen, Nierenprobleme sowie Haut- und Gelenkserkrankungen können die Folgen sein.

Karies

Ernährungsbedingt kommt Karies beim Hund seltener vor als beim Menschen. Auch an diesem Punkt sollten Sie als Tierhalter Einfluss auf die Zahngesundheit Ihres Hundes nehmen! Eine ausgewogene Ernährung schützt die Zähne – Schokolade, Bonbons und anderes zuckriges Naschwerk haben im Hundefutter nichts verloren.

Weiterführende Hintergrundinformationen vom Bundesverband für Tiegesundheit e.V. (BfT)

Vorbeugung

Zähneputzen ist die mit Abstand wirksamste Zahnpflege zur Bekämpfung von Zahnbelag und damit zur Vermeidung von Zahnstein, Paradontose und Karies. Zu diesem Zweck empfielt es sich, die Zähne des Hundes täglich zu putzen. Durch das Putzen der Zähne wird der Zahnbelag von den Zahnoberflächen und aus den Zahnfleischtaschen entfernt, bevor er mineralisiert und sich in Zahnstein umwandelt.

Zahnbürsten für den Menschen eignen sich nicht für den Hund, sie sind in der Regel zu hart für das empfindliche Zahnfleisch des Hundes. Und der Geschmack unserer Zahnpasta ist für den Hund viel zu scharf. Deshalb haben wir in unserer Praxis Hundezahnbürsten und spezielle Hundezahnpasta für sie vorrätig.

Zähneputzen bereits im Welpenalter

Gewöhnen sie bereits Ihren Welpen spielerisch an die Zahnpflege, damit sie im Erwachsenenalter zur Routine wird. Bei älteren Hunden braucht es oft sehr viel Geduld und Lob, um das Zähneputzen zu trainieren.

Auch bei uns in der Tierarztpraxis ist es sehr hilfreich, wenn Ihr Hund an das Öffnen des Maules gewöhnt ist. Beispielsweise wenn er sich im Maul verletzt oder einen Holzsplitter eingespießt hat. Auch Probleme beim Zahnwechsel und Zahnfehlstellungen können so leichter erkannt werden.

Beginnen Sie, in dem Sie ihrem Welpen spielerisch immer wieder das Maul öffnen und loben sie ihn dabei. Zur Gewöhnung ans Zähneputzen massieren Sie das Zahnfleisch zunächst nur mit dem Finger – ohne Bürste. Wenn die Massage akzeptiert wird, versuchen Sie es mit der Zahnbürste. Wichtig ist, dass die Gewöhnung sanft und verbunden mit viel Lob erfolgt, damit Ihr Hund keine Angst vor der Zahnpflege bekommt.

Hier finden Sie gute Anleitungen zum Zähneputzen mit Bildern:

Alternativen zum Zähneputzen

Lässt sich Ihr Hund nicht die Zähne putzen, lassen Sie sich bei uns in der Praxis beraten.

Zahnpflege-Gel beispielsweise muss nur auf die Zähne aufgetragen werden – ohne Zähneputzen. Es reinigt die Zähne auf enzymatischer Basis und führt so zur Entfernung von Plaque. Darüber hinaus beugt es der Bildung neuer Plaque und der Entstehung von Zahnstein vor und wirkt damit Mundgeruch und möglichen Entzündungen vor.

Spezielle Mundspülungen mit desinfizierender Wirkung können dem Trinkwasser zugesetzt werden. Damit können Zahnbeläge von der Zahnoberfläche gelöst werden. Vorteil dieser Lösungen ist, dass der Hund über den gesamten Tag immer wieder seine Maulhöhle mild desinfiziert.

Kommt dies nicht in Frage, nutzen Sie den natürlichen Kautrieb des Hundes für die Zahnpflege. Wir bieten in unserer Praxis verschiedene Kausticks an, die die Hundezähne beim Kauen pflegen. Mit diesen werden Zähne und Zahnfleisch mechanisch gereinigt und die vermehrte Speichelbildung schützt Zähne und Zahnfleisch zusätzlich.

Außerdem gibt es Hundefutter und Futterzusätze, die mit Hilfe spezieller Enzymen oder durch die Veränderung des pH-Wertes des Speichels die Plaquebildung reduzieren.

Wenig geeignet zur Zahnpflege sind Hundekuchen, Knochen, Schweineohren, Rinderhaut und Ochsenziemer oder Spielzeug. Etwas besser sind Büffelhautknochen, da sie zu einem langen Kauvergnügen führen und wenig Kalorien enthalten.

Spezielles Kauspielzeug zur Zahnreinigung muss entsprechend Größe und Alter des Hundes sorgsam ausgewählt werden. Ist das Spieleug beschädigt, so dass Ihr Tier Gefahr läuft Teile zu verschlucken, muss es ausgetauscht werden. Tennisbälle sind als Hundespielzeug ungeeignet, da sie Glaswolle enthalten und wie Schmirgelpapier zu einem beschleunigten Zahnabrieb führen und die Zähne schädigen!

Wann sollte ich meinen Hund zur Zahnkontrolle in der Praxis vorstellen?

Um frühzeitig Störungen des Zahnwechsels oder der Zahnstellung zu erkennen, ist beim Welpen die regelmäßige Zahnkontrolle bis zum Abschluss des Zahnwechsels mit ca. 6 Monaten besonders wichtig.

Darüber hinaus sollten Sie uns Ihren Liebling vorstellen, wenn sie eines oder mehrere dieser Anzeichen von ungesunden Zähnen bei Ihrem Hund feststellen:

  1. gelblich-bräunliche Ablagerungen,

  2. leuchtend rotes Zahnfleisch,

  3. Zahnfleischblutungen

  4. unnatürliche Speichelproduktion

  5. verändertes, zögerliches Fressverhalten, einseitiges Kauen

  6. schlecht riechender Atem

  7. Reiben oder Kratzen an der Schnauze

Gold- und Zwerghamster

Ursprung & Biologie

  1. Hamster sind Nagetier, die in der Natur in der Steppe, im unterirdischen Bau in Röhrensystemen leben.
  2. Die Lebenserwartung eines Hamsters beträgt 1-3 Jahre.
  3. Die Geschlechtsreife tritt bereits im Alter von einem Monat ein.
  4. Ein Hamsterweibchen ist 16 Tage lang trächtig (Zwerghamster: 18-21 Tage)
    Die Geburt der durchschnittlich 8 Jungen findet in den Abendstunden statt. Das Muttertier ist direkt nach der Geburt wieder paarungsbereit.
  5. Die Jungtiere wiegen bei der Geburt nur 2g und sind nackt und blind. Sie entwickeln sich rasant. Bereits nach 5 Tagen zeigen sie den ersten Flaum und beginnen Trockenfutter aufzunehmen. Nach 11 Tagen wiegen sie ca. 20g, die Augen öffnen sich. Mit 3 Wochen wiegen sie ca. 40g, sind selbsständig und werden von der Mutter verstoßen.
  6. Hamster sind dämmerungs- und nachtaktiv. Eine Ausnahme stellen Zwerghamster dar, die tags und nachts Aktivitätsphasen haben.
  7. Hamster haben ein großes Bewegungsbedürfnis, in der Natur legen sie weite Strecken bei der Nahrungssuche zurück.
  8. Von Winter bis Frühjahr halten Hamster Winterschlaf in ihrem Bau.
  9. Eine anatomische Besonderheit stellen die Backentaschen dar, die bis zu den Schultern reichen und das Hamstern von Vorräte bis 140g ermöglichen. Das Sammeln ist angeboren und wird auch in Gefangenschaft durchgeführt.

Haltung

  1. Goldhamster sind absolute Einzelgänger, sie können einander schwere Verletzungen zu-fügen. Sehr selten leben Jungtiere, die nie getrennt waren, in einem ausreichend großem Käfig friedlich nebeneinander her.
  2. Hamster-Männchen gelten als friedlicher und träger.
  3. Bei Zwerghamstern ist eine Gruppenhaltung möglich.

Käfig & Standort

  1. Der Käfig sollte mindestens eine Grundfläche von 100 x 50 x 50 cm aufweisen, oder bei mehreren Etagen 60 x 30 x 30 cm
  2. Mehreren Etagen ermöglichen eine größere Auslauffläche.
  3. Zur Ausstattung eines Hamsterkäfigs gehören 2 Schlafhäuschen und ein Vorratshäuschen aus unbehandeltem Holz, mindestens 2 Futternäpfe aus Steingut, Porzellan oder Metall für Saft- und Trockenfutter, eine Nippeltränke (Näpfe fallen i.d.R. um oder werden zu gebuddelt.), Klettergeräte und ein verletzungssicheres, fest montiertes Laufrad mit geschlossener Rückwand mit einem Durchmesser von mindestens 25cm.
  4. Die Gitterstäbe im Käfig sollten unlackiert und waagrecht sein, da Hamster gerne klettern.
  5. Der Käfig sollte an einem ruhigen, vor Zugluft und direkter Sonneneinstrahlung geschützten Ort 50-100 cm über dem Fußboden stehen. Die Raumtemperatur sollte nicht unter 18°C betragen. Lärm (z.B. Fernseher) und Zigarettenrauch sind unbedingt zu vermeiden, Hamsternase und –ohren sind sehr empfindlich.
  6. Eingestreut werden sollte möglichst 10 cm tief mit Heimtierstreu, es können auch zusätzlich Strohpellets, Stroh und Heu angeboten werden. Unverdauliche Kunststoffe, Katzenstreu (chemisch behandelt) und Erde (Bakterien) gehören nicht in den Hamsterkäfig.
  7. Als Nestbaumaterial sind vollverdauliche Hamsterwatte, Heu, Stroh sowie ungebleichtes Haushaltspapier geeignet.
  8. Zur Beschäftigung können Stroh, Papprollen u.v.m. dienen
  9. Vorsicht bei Freilauf, Hamster sind als Bodentiere bei Stürzen extrem verletzungsgefährdet.

Bitte achten Sie darauf kein tierschutzwidriges Zubehör, keine Laufräder mit offener Rückwand und keine „Spielgeräte“ (z.B. Hamsterkugeln), in denen Hamster eingeschlossen werden zu kaufen und einzusetzen!!

Fütterung

  1. Heu sollte immer in guter Qualität frei zur Verfügung stehen.
  2. Zusätzlich können fertige Körnermischungen (hartschalige Samen) für Hamster angeboten werden – abends an verschiedenen Stellen zur Beschäftigung ausgelegt.
  3. Salat, Gemüse und Obst sollte nur in ganz kleinen Mengen (1 zuckerwürfelgroße Menge pro Tag) angeboten werden
  4. Als tierische Eiweißquelle werden 2-4 mal in der Woche hartgekochte Eier, Rinderhack, Milchprodukte (mageren, milden Käse), Mehlwürmer oder Grillen gefüttert.
  5. Als Leckereien gibt es selten Nüsse, Sonnenblumenkerne u.ä. (nicht täglich, zu viel Fett).
  6. Zur „Zahnpflege“ und Beschäftigung sind ungeschälte Nüsse, Mohrrüben, Hirsekolben, ungespritzte Zweigen mit Knospen (Obstbaum, Weide) sinnvoll.
  7. Achtung – plötzlicher Futterwechsel und verdorbenes Futter können zu Durchfall und Darmentzündung führen!

Pflege

  1. Wegen Infektionsgefahr sollten Hamster niemals gebadt werden! Langhaarige Tiere können 1x wöchentlich gekämmt werden. Verschmutzte Stellen können mit einem feuchten Tuch gereinigt werden. Bei ordentlicher Haltung sind Hamster selten krank.
  2. Futter- und Trinkgefäße müssen täglich gereinigt werden.
  3. Mindestens alle 2 Tage sollten die Futterreste – auch aus den Häuschen (abnehmbares Dach) – sowie mit Kot und Urin verschmutzte Einstreu entfernt werden.
  4. Einmal in der Woche muss der komplette Käfig mit heißem Wasser gesäubert werden.

Häufige Erkrankungen

  1. Ein gesunder Hamster ist lebhaft, neugierig und wenig ängstlich. Er hat klare Augen, ein glänzendes anliegendes Fell ohne kahle Stellen oder Verfilzungen. Seine Nase und der After sind trocken, sauber und ohne Verklebungen.
  2. Häufig kommen Durchfälle, Darminfektionen und Übergewicht vor.
  3. Atemwegserkrankungen liegen meist an zu feuchter Haltung.
  4. Verstopfung der Backentaschen sind möglich.
  5. Bei Junghamster tritt das sogenannte „Wet-Tail-Syndrom“ häufig nach Stresssituationen auf. Der Schwanz ist nass und verklebt durch wäßrigen Durchfall, die Erkrankung endet leider oft tödlich!
  6. Bei Krankheitsanzeichen wie Durchfall, Apathie, starkes Speicheln oder starken Juckreiz bitte umgehend den Tierarzt aufsuchen!

Eignung als Haustier

  1. Da Hamster nachtaktiv (Ausnahme: Zwerghamster) sind, sind sie nur bedingt als Haustier geeignet. Sie reagieren aggressiv oder mit Verhaltensstörungen auf Störungen am Tag. Sie werden schnell recht handzahm und nagen gerne.
  2. Hamster sind für Kinder ab 10 Jahren geeignet. Es sind keine Kuscheltiere!
  3. Hamster haben ein großes Bewegungsbedürfnis, sind sehr neugierig und benötigen viel Auslauf und Abwechslung – und das nachts!

Besonderer Hinweis der Tierärztekammer Berlin

Goldhamsterzuchten sind in seltenen Fällen mit dem Virus der ansteckenden Hirnhautentzündung (Lymphozytäre Choriomeningitis) infiziert. Dieser kann beim Menschen grippeähnliche Erkrankungen und Gehirnhautentzündungen und beim Ungeborenen Seh- und Gehinrschäden hervorrrufen. Schwangere sollten deshalb keine jungen Hamster unter 6 Monaten erwerben und halten.

Link zur Presseinfo der BTK:

Tipps für Tierhalter von der Bundestierärztekammer: Die vier Hamster-Irrtümer

Kaninchen

Einzelhaltung? Besser ist die Gruppenhaltung!

Kaninchen leben in der Natur innerhalb ihres Reviers in sozialen Gruppen. Sie sollten deshalb nicht in Einzelhaltung gehalten werden. Besser sind Gruppen aus mehreren kastrierte Böcke bzw. einem oder mehreren miteinander vertrauten Weibchen (Wurfgeschwister) zusammen mit einem kastrierten Bock. Niemals sollten 2 unkastrierte Böcke zusammen gehalten werden, da sich diese nicht in einem Revier dulden.

Kaninchen und Meerschweinchen?

Kaninchen und Meerschweinchen sollten nicht zusammen gehalten werden, sie sind sich zu fremd in Körpersprache und Verhalten. Dies führt zur sozialen Verarmung der Tiere und häufig auch zu Aggressionen untereinander mit schwerwiegenden Verletzungen. Als Ausnahme ist die Haltung mehrerer Meerschweinchen zusammen mit mehreren Kaninchen in einem großen Gehege möglich.

Achten Sie schon beim Kauf auf die Gesundheit

  1. Damit Sie ein gesundes Tier kaufen, achten Sie darauf dass Haut, Haare und Krallen sauber und unverletzt sind. Augen, Ohren, Nase und After sollen frei von Verschmutzungen sein, die Tiere sollten nicht Niesen. Wenn möglich achten Sie auch auf eine korrekte Stellung der Zähne.
  2. Vermeiden Sie den Kauf von Extremzüchtungen, wie z.B. extremen Zwergen oder „Löwenköpfen“ (Zahnfehlstellungen) oder Albinos (Lichtempfindlichkeit).
  3. Und denken Sie bitte auch daran, dass in den Tierheimen meist zahllose Kaninchen auf neue Besitzer warten.

Käfig – Größe, Ausstattung, Standort

  1. Mindestgröße: 150 (B) x 80 (T) x 60 (H) cm, den Tieren sollten mindestens 3 Hoppelsprünge und das vollständige Aufrichten möglich sein. Am besten wird der Käfig auf 2 Ebenen angelegt, weil so mehr Bewegungsraum angeboten werden kann.
  2. Einstreu: staub- und schimmelfreies Stroh, unbehandelte staubarme Holzspäne (nicht von Spanplatten!), Strohpellets oder Materialen aus Hanf- o.a. Fasern. Bitte verwenden Sie keine Draht- oder Gitterböden ohne Einstreu!
  3. Ausstattung: ein Schlafhaus (40 x 25 x 25 cm) je Tier, Trinkflasche, Fressnapf, Heuraufe, gerne werden erhöhte Ruheplätze genutzt
  4. Kotecke und Futternapf täglich, den Käfig einmal in der Woche komplett reinigen. Bei der Verwendung von Reinigungsmitteln, muss anschließend gründlich mit Wasser nachgespült werden.

Wichtig – täglicher Auslauf und ein ruhiger Standort

Damit die Tiere ihren Erkundungs- und Bewegungsbedarf ausleben können, sollte ihnen täglich Auslauf unter Aufsicht (Vorsicht: Benagen von Stromkabeln, Zimmerpflanzen bzw. Absturzgefahr) ermöglicht werden. Kaninchen können stubenrein werden, wenn es gelingt, sie an ein Katzenklo zu gewöhnen.

Stellen Sie den Käfig an einen ruhigen, zugfreien, kühlen Ort, wo die Tiere Tageslicht, aber keine direkte Sonneneinstrahlung abbekommen. Lärm bedeutet Stress, der Käfig sollte deshalb nicht neben der Stereoanlage o.ä. stehen. Kaninchen brauchen ihre Mittags- und Nachtruhe, ein Platz an dem bis in die Nacht das Licht brennt oder der Fernseher flimmert, ist deshalb nicht geeignet. Da Kaninchen dämmerungsaktiv sind, ist das Kinderzimmer nicht wirklich der richtige Ort für den Kaninchenkäfig.

Kaninchenhaltung im Freien

Ein ständiger, kurzfristiger Wechsel zwischen drinnen und draußen sollte vermieden werden, da Kaninchen sowohl auf Temperaturveränderungen als auch auf plötzliche Futterumstellung empfindlich reagieren. Eine Überwinterung im Freien ist möglich, wenn sie einen zugfreien und trocken Käfig mit einem geeigneten Unterschlupf anbieten.

Die Ideale Kaninchen-Haltung ist die Gruppenhaltung in einer Außenanlage mit Auslauf und Grabmöglichkeiten, mit Sicherung gegen Untergraben und vollständiger Abdeckung gegen Feinde (Vögel, Marder).

Der richtige Umgang mit dem Fluchttier Kaninchen

Kaninchen sind Fluchtiere, deshalb muss man ruhig und besonnen mit ihnen umgehen, aus diesem Grund sind sie auch keine Spiel und Streicheltiere. Sie sollten nicht hastig von oben gegriffen werden, da dies einen Fluchtreflex auslösen kann. Es sollte darauf geachtet werden, dass insbesonders Kinder dies beachten und Ruhezeiten für die Tiere einhalten, da Kaninchen sonst aggressiv werden können. Um ein Kaninchen hoch zu heben, fasst eine Hand ruhig Ohren und Nackenfell, mit der anderen Hand wird der Körper von unten unterstützt.

Eine gute Pflege ist für die Gesundheit wichtig

  1. Kontollieren Sie die Tiere mindestens einmal täglich. Beachten Sie dabei, ob der Kot fest und geformt ist, Augen, Ohren, Nase und der Analbereich sollten frei von Verschmutzungen sein. Fell, Haut und Krallen sollten unverletzt und sauber sein.
  2. Kaninchen müssen täglich Futter aufnehmen, da sonst schwerwiegende Verdauungsstörungen auftreten können. Ist dies nicht der Fall, suchen Sie bitte umgehend Ihre Tierarztpraxis auf.
  3. Insbesondere bei der Haltung mehrerer Kaninchen empfiehlt es sich, die Tiere einmal in der Woche zu wiegen, da die Gewichtsabnahme oft das erste und einzige deutliche Anzeichen für eine Erkrankung ist.
  4. Kaninchen, die im Freien gehalten werden, sollten einmal im Jahr gegen RHD und Myxomatose geimpft werden. Auch Kaninchen die im Haus gehalten werden, sollten gegen Myxomatose und RHD geimpft werden, da diese Krankheiten über stechende Insekten sowie über Futter und Gegenstände übertragen werden können.
  5. Die Krallen sollten gekürzt werden, wenn sie aus dem Fell heraus schauen. Wenn Ihnen das Risiko einer Verletzung zu groß ist, helfen wir Ihnen gerne dabei.
  6. Langhaarige Rassen sind besonders pflegebedürftig. Angorakaninchen beispielsweise müssen regelmäßig gekämmt und ca. 4x jährlich geschoren werden.

Die richtige Fütterung – das A und O in der Kaninchenhaltung

Ein zu hoher Energiegehalt im Futter führt zur Verfettung, zu geringer Rohfasergehalt führt zu Verdauungsstörungen und Zahnproblemen. Zu viel Calcium kann zu Harnsteinen führen. Deshalb ist bei der Fütterung folgendes zu beachten:

  1. Heu als Hauptfutter zur freien Verfügung aus der Raufe (Hygiene) ist wichtig für die Darmflora, zum Abrieb der Zähne und zur Beschäftigung.
  2. Ein- bis Zweimal täglich Frischfutter (Obst, Gemüse) reicht aus. Vorsicht mit blähendem Futter (z.B: Klee, Kohl). Auf Hygiene achten, das Futter sollte sauber, trocken und nicht schimmelig sein!
  3. Kaninchen vertragen keine plötzliche Futterumstellung!!
  4. Täglich frisches Trinkwasser anbieten. Der Bedarf liegt bei ca. 0,5 Liter pro Tier und Tag in Abhängigkeit von der Fütterung.
  5. Auf fertige Futtermischungen kann ganz verzichtet werden. Ansonsten nur einen Esslöffel pro Tier und Tag füttern, weil diese zu viel Stärke und zu wenig Rohfaser enthalten
  6. Zur Befriedigung des Nagetriebs können ungespritzte Äste (Kernobst, Weide, Buche) angeboten werden. Brot enthält viele Kalorien und kann leicht schimmeln, deshalb nur in Maßen und mit Vorsicht.
  7. Grünrollis, Milch- oder Joghurtdrops enthalten zu viel Calcium, als Leckerlies sind Gemüsestücke wesentlich besser geeignet.

Zucht

Kaninchen züchten sollte nur wer die erforderlichen Kenntnisse hat, und nur, wenn die Haltungsbedingungen dafür geeignet und Abnehmer vorhanden sind!

Mit der Anschaffung eines Haustieres haben Sie eine große Verantwortung übernommen, bitte infomieren Sie sich deshalb ausführlich über die Bedürfnisse Ihres Haustieres. Für alle Tierarten gibt es zu diesem Zweck umfangreiche Literatur.

Toxoplasmose – ein Risiko für Schwangere?

Was ist Toxoplasmose?

Auslöser für die Toxoplasmose ist der einzellige Parasit „Toxoplasma gondii“. Eine Infektion mit diesem Erreger verläuft in der Regel harmlos – Fieberschübe und grippeähnliche Symptome sind möglich.

Wann ist eine Infektion mit Toxoplasma gondii für Menschen riskant?

Wenn sich eine schwangere Frau erstmalig mit dem Erreger der Toxoplasmose infiziert, da dann eine Infektion des Ungeborenen stattfinden kann. Frauen, die sich bereits mit Toxoplasmen angesteckt und Antikörper gebildet haben, sind gegen eine erneute Infektion geschützt.

Wie wird Toxoplasmose auf den Menschen übertragen?

Die Erreger der Toxoplasmose werden am häufigsten durch den Verzehr von rohem bzw. nicht ausreichend erhitztem Fleisch übertragen. Vorsicht ist vor allem bei Schweine-, Schaf- und Ziegenfleisch angezeigt. So gut wie keine Toxoplasmen kommen in Tatar vom Rind vor.
Bei der Übertragung von Haustieren spielt nur die Katze eine Rolle. Katzen können Entwicklungsstadien (Oozysten) von Toxoplasma gondii mit dem Kot ausscheiden. Eine Übertragung auf den Menschen ist also nicht durch Kontakt mit der Katze selber, sondern nur durch Schmierinfektion mit Katzenkot möglich. Für die Infektion ist allerdings ein Reifen der Oozysten in der Außenwelt über 2-4 Tage notwendig.
Außerdem ist eine Infektion durch mit Katzenkot verunreinigte Erde im Garten oder durch Sand aus dem Sandkasten möglich. Auch durch den Verzehr von ungewaschenem Gemüse oder Salat ist eine Ansteckung möglich. Die Oozysten der Toxoplasmen können länger als ein Jahr in Erde oder Sand überleben.

Kann man sich durch den Kontakt mit einer infizierten Katze anstecken?

Allein der direkt Kontakt mit einer Katze hat keine Bedeutung für die Übertragung von Toxoplasmose. Es ist nicht zu vermuten, dass im Fell oder an den Pfoten einer Katze Oozysten lange genug vorkommen und überleben, um reifen zu können. Die nicht infektionstüchtigen Oozysten sind sehr empfindlich gegenüber Austrocknung.

Können auch andere Haustiere Toxoplasmose übertragen?

Nein, Heimtiere und Hunde können sich zwar mit Toxoplasmen infizieren, eine Ansteckung des Menschen durch Kontakt mit diesen Tieren ist jedoch nicht möglich.

Wie infiziert sich die Katze mit dem Erreger der Toxoplasmose? Und wie wird der Erreger ausgeschieden?

Katzen stecken sich durch die Aufnahme von zystenhaltigem Fleisch (i.d.R. Mäuse) an. Ab dem 3. Tag nach der Erstinfektion werden die Oozysten (Entwicklungsstadien) für 1-2 Wochen mit dem Kot ausgeschieden. Um eine Infektion auslösen zu können, müssen diese Oozysten noch mindestens 3 Tage in der Umwelt reifen (sporulieren).

Wie kann eine Infektion mit Toxoplasmen beim Menschen festgestellt werden?

Beim Menschen kann eine Infektion durch die Bestimmung der Antikörper gegen Toxoplasma gondii im Blut festgestellt werden. Zur Feststellung einer frischen Infektion – nur diese ist für Schwangere kritisch – muss innerhalb von 4 Wochen wiederholt Blut untersucht werden.

Ist es sinnvoll meine Katze auf Toxoplasmose untersuchen zu lassen?

Eine Untersuchung der Katze ist wenig sinnvoll, da der Nachweis einer frischen Toxoplasmose-Infektion (nur in dieser Phase werden Oozysten mit dem Kot ausgeschieden) nur selten gelingt. Außerdem ist eine Erstinfektion bei einer Toxoplasmose negativen Katze mit Freigang jederzeit möglich.

Wie kann man sich vor Toxoplasmose schützen?

Auf den Verzehr von rohem oder ungenügend erhitztem Fleisch verzichten – beim Kochen und Braten werden alle Zysten abgetötet.
Bei Kontakt mit Erde im Garten oder Sand im Sandkasten am besten Handschuhe tragen und im Anschluss gründlich die Hände waschen.
Die Katzentoilette täglich mit heißem (mind. 70°C) Wasser reinigen – Oozysten werden erst durch eine Reifung über 2-4 Tage infektiös. Diese Reinigung sollte immer mit Handschuhen und nicht von einer Schwangeren durchgeführt werden.
Gemüse, Salat und Früchte aus dem Garten sollten vor dem Verzehr immer gut gereinigt werden.
Katzen nicht mit rohem Fleisch oder Schlachtabfällen (Schwein, Ziege, Schaf) füttern, Fisch stellt kein Risiko dar. Eine Infektion durch den Verzehr von Mäusen bei freilalufenden Katzen ist jeder Zeit möglich. Für reine Wohnungskatzen, die nur mit Fertigfutter gefüttert werden, besteht kein Möglichkeit der Infektion mit Toxoplasmen.

Es ist also auch als Toxoplasmose negative Schwangere nicht notwendig, die eigene Katze abzuschaffen oder den Kontakt zu meiden. Es sollte allerdings vermieden werden, das Katzenklo eigenhändig zu reinigen.

Finger weg von Öl und Klebstoff! – So entfernen Sie die Zecke richtig

Die Zecke mit Hilfe einer Pinzette oder einer speziellen Zeckenzange/Haken zwischen der Haut und Zeckenkopf fest fassen und dann vorsichtig, aber zielstrebig und möglichst gerade und ohne zu drehen herausziehen.

Die Zecke so dicht an der Einstichstelle wie möglich fassen und darauf achten, dass sie nicht gequetscht wird.

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  • Keinen Nagellack, Öl oder Ähnliches auf die Einstichstelle und die Zecke Träufeln! Das begünstigt die Übertragung von Krankheitserregern, denn die Zecke entleert in Panik ihren mit Erregern „verseuchten“ Mageninhalt in die Wunde.

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  • Wenn ein Teil der Zecke in der Haut steckenbleibt – meist der winzige schwarze Kopf – kann sich diese Stelle entzünden, in diesem Falle unbedingt den Tierarzt aufsuchen.

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  • Nymphen, die frühen und sehr kleinen Entwicklungsstadien der Zecken, werden oft übersehen und lassen sich aufgrund ihrer geringen Größe auch schwer entfernen. Wenn Sie unsicher sind oder die Zecke nicht alleine entfernen wollen, hilft Ihnen Ihr Tierarzt gerne weiter!

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Frühjahr ist Zeckenzeit

Die Bundestierärztekammer rät zur Zeckenprophylaxe und gibt Tipps zum richtigen Entfernen. Die kleinen Plagegeister werden bei Tagestemperaturen von mindestens 7°C munter und suchen sich einen Wirt. Mit dem Speichel der Zecke, der beim Blutsaugen in die Wunde des Wirtes gelangt, können gefährliche Krankheitserreger (z.B. Borreliose) übertragen werden.

Deshalb ist eine regelmäßige Prophylaxe gegen Zecken sinnvoll. Dabei ist aber Vorsicht geboten: Bei unsachgemäßer Anwendung können diese Präparate gerade für Katzen gefährlich sein. Eine gründliche Beratung durch den Tierarzt ist deshalb unerlässlich.

Blutmahlzeit für Plagegeister – Presseinformation der BTK (Pdf)

Zweigstelle ‘Praxis Rosenhöhe’ entgültig geschlossen

RosenhoeheNach 8 Jahren Betrieb werden wir dieses Jahr unsere Zweigstelle – die Praxis Rosenhöhe – schließen. Der Mietvertrag konnte nicht fortgeführt werden.

Außerdem verfügt sie nicht über eigene Parkplätze und die Parksituation auf der Straße hat sich in den letzten Jahren sehr verschärft.

Ein weiterer Zweitpraxisbetrieb an einem anderen Standort ist derzeit nicht geplant, da es immer schwieriger wird, genügend qualifiziertes und geeignetes Personal dafür zu finden.

Stattdessen haben wir unsere Citypraxis erweitert und renoviert und betreuen Sie dort gerne 7 Tage in der Woche weiter. Kunden der Praxis Rosenhöhe, die nicht in der Lage sind, die Stadtpraxis aufzusuchen, möchten sich bitte unter Tel.: 21112 über die Möglichkeit eines Hausbesuchs erkundigen.

Die letzte Sprechstunde findet am 2. Juni 2014 statt.