Archiv des Autors: MartinKniese

„Ein Leben ohne Tiere kann ich mir nicht vorstellen!“

Die Tierarztpraxis Martin Kniese ist die älteste Praxis für Kleintiere in Darmstadt.

Tierarzt Martin Kniese mit seinem Irischen Wolfshund Elza

Im Wartezimmer beschnuppern sich zwei Dackel, eine Katze sitzt in einer Transportbox, eine Boa liegt gut verpackt im OP-Raum. Schildkröten überwintern in einem speziellen Kühlhaus. Es ist immer viel los in der Tierarztpraxis.

Lesen Sie den vollständigen Artikel von Martina Noltemeier in der Frizz…

Mit der Sonne kommen auch wieder die Plagegeister

Die Zeckenzeit hat längst begonnen, ab ca. 7°C verlassen Zecken die schützende Laubschicht, in der sie den Winter überdauert haben und je höher die Außentemperatur ist, desto agiler sind die kleinen Plagegeister.

Der Blutverlust durch die saugende Zecke ist für das Tier dabei unerheblich. Das Gefährliche am Zeckenbefall ist, dass der Parasit mit seinem Speichel Krankheitserreger ausscheiden und so unter anderem Borreliose oder Anaplasmose übertragen kann.

Darum sollten Sie als Hundehalter und Katzenfreund, wenn Ihr Tier ins Freie darf, spätestens jetzt für einen wirksamen Schutz gegen diese Parasiten sorgen. Die Präparate unterscheiden sich in ihrer Wirksamkeit und nicht alle Präparate sind für alle Hundegrößen geeignet, einigen können bei unsachgemäßer Anwendung besonders für Katzen sogar gefährlich sein. –  Wir beraten Sie gerne und helfen Ihnen weiter!

Zecken richtig entfernen?  – Finger weg von Klebstoff und Öl!

  • Die Zecke am besten mit Hilfe eines speziellen Zeckenhakens zwischen der Haut und dem Zeckenkörper fixieren und dann vorsichtig, aber zügig heraus hebeln oder drehen.
  • Keinen Nagellack, Öl oder Ähnliches auf die Einstichstelle und die Zecke Träufeln! Das begünstigt die Übertragung von Krankheitserregern, denn die Zecke entleert in Panik ihren mit Erregern „verseuchten“ Mageninhalt in die Wunde.
  • Wenn ein Teil der Zecke in der Haut steckenbleibt oder Sie die Zecke nicht alleine entfernen können, helfen wir Ihnen gerne weiter!

Klirrende Kält und Schnee zum meterologischen Frühlingsanfang

Kälte, Streusalz, Split aber auch die trockene Heizungsluft machen unseren Haustieren im Winter zu schaffen.
Wie Sie Hundepfoten richtig pflegen und Erkältungskrankheiten beim Stubentiger vermeiden können und wann Hundebekleidung sinnvoll ist, können Sie in diesem Beitrag nachlesen. Auch für Meerschweinchen- und Kaninchenhalter gibt es für die kalten Jahreszeit ein paar interessante Tipps.

Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie bei der “initiative s.m.i.l.e. – gesunde tierliebe” einer Einrichtung des Bundesverbandes Praktizierender Tierärzte e.V.: Gesunde Haustiere bei Eis und Schnee

Wie Sie Wildtieren über den Winter helfen können und welche Überwinterungsstrategien es im Tierreich gibt, können Sie darüber hinaus bei Vetion.de dem Internetportal für Tiermedizin & Tiergesundheit nachlesen: Tiere im Winter

Silvester steht vor der Tür

Nur noch wenige Tage, dann verabschiedet sich das alte Jahr und wir brechen auf in ein hoffentlich erfolgreiches, glückliches und friedvolles 2018. Doch vor dem – zumindest akustischem – Frieden steht erst einmal der Krach der Silvesternacht: Zischende Heuler, krachende Böller, explodierende Raketen, Lichtblitze …
Für geräuschempfindliche Haus- und Wildtiere ist das der blanke Horror.

Hier einige Tipps, die helfen können:

  1. Hunde sollten am besten schon am Tag vor dem Jahreswechsel nicht mehr von der Leine gelassen werden.
  2. Auch Freigänger-Katzen sollten zum Jahreswechsel das Haus hüten.
  3. Haustiere in der Silvesternacht am besten im ruhigsten Raum der Wohnung unterbringen, Fenster schließen und den Raum verdunkeln.
  4. Bieten Sie Ihrem Tier eine Rückzugsmöglichkeit (Schrank, Kiste o.ä.) an und decken Sie Vogelkäfige in jedem Fall ab.
  5. Eine brennende Lampe und gewohnte Klänge aus dem Radio oder Fernseher, können die Situation erträglicher machen.
  6. Wenn möglich sollten insbesondere Hunde an Silvester nicht alleine in der Wohnung zurückbleiben!
  7. Vorsicht, ein Zuviel an Trost und Zuspruch verstärkt bei vielen Hunden die Angst. In der Regel ist es besser ruhig zu bleiben und dem Hund durch die eigene Ruhe Selbstvertrauen zu geben.
  8. Allerdings funktioniert das nicht bei jedem Hund: Besonders sensible Tiere brauchen einfach den tröstenden Zuspruch und die körperliche Nähe des Besitzers, die man dann auch nicht verweigern sollte!

Ist Ihr Hund sehr ängstlich und reichen diese Tipps alle nicht aus, sprechen Sie uns ruhig an. Wir beraten Sie gerne, welche Medikamente zur Beruhigung Ihres Tieres eingesetzt werden können

RHDV-2 – Eine neue tödliche Kaninchenkrankheit breitet sich in Deutschland aus

Derzeit breitet sich eine neue Kaninchenkrankheit in Deutschland aus. Die neue Hämorrhagische Kaninchenkrankheit (RHDV-2) ist eine Variante des alt bekannten RHD-Virus. Diese neue Variante geht als schwere Erkrankung mit Lebernekrosen, Gerinnungsstörung, Blutungen und akuten Todesfällen innerhalb von ein bis drei Tagen einher. Das Virus wird bei direktem Kontakt zu Ausscheidern aber auch durch Vektoren wie Mücken übertragen.

Impfstoffe gegen RHDV-2 sind bisher nur in Frankreich und den Niederlanden verfügbar. Die Europäische Arzneimittelagentur hat eine positive Stellungnahme zum Antrag auf Marktzulassung des RHDV-2-Impfstoffes abgegeben. Wann allerdings die ersten Impfstoffdosen in Deutschland zugelassen werden, ist noch nicht bekannt.

Aktuell berichtet das Friedrich-Löffler-Institut (FLI) über stark gestiegenen Fallzahlen und die ständige Impfkommission (StIKoVet) hat ihre Impfempfehlungen für Kaninchen entsprechend überarbeitet.

Empfehlungen StIKoVet:
Bis Studien zur Wirksamkeit der in Frankreich bzw. Spanien zugelassenen RHDV-2-Impfstoffe gegenüber den klassischen Stämmen vorliegen bzw. bis ein bivalenter Impfstoff verfügbar sein wird, sollten vorzugsweise die in Deutschland zugelassenen monovalenten, auf Vollantigen basierenden RHDV-Impfstoffe zum Einsatz kommen.
Folgendes Vorgehen wird daher empfohlen:

  1. Kaninchen zum frühestmöglichen Zeitpunkt durch eine zweimalige Applikation eines der genannten, monovalenten Vollantigenimpfstoffe im Abstand von drei Wochen grundimmunisieren und die Tiere anschließend alle sechs Monate revakzinieren.
  2. Zusätzlich zu der Impfung sind Maßnahmen des allgemeinen Infektionsschutzes, die auf die Unterbindung des Eintrages von Virus in die Bestände gerichtet sind, unerlässlich.

Die in Deutschland erhältlichen Kombinationsimpfstoffe für Kaninchen sind nur für die klassische RHD zugelassen. Allerdings können die herkömmlichen Monoimpstoffe (inaktiviert) über eine Kreuzreaktion in vielen Fällen schwere klinische Verläufe verhindern. Sie bieten jedoch keinen Schutz vor Infektion und möglicher Virusausscheidung.

  1. Bei der Einschätzung der lokalen Situation helfen Landkarten des FLI und der IDT Biologika Tiergesundheit.
  2. Allgemeinen Informationen über RHD von IDT
  3. Achtung neue Virusform auf dem Vormarsch – Broschüre von IDT (Pdf)
  4. Informationen vom Zentralverband Deutscher Rasse-Kaninchenzüchter e.V. (ZDRK) – Rundschreiben vom August 2016 (Antrag) und ein umfangreicher Artikel: RHDV-2 – aktuelle Fakten – Kleintiernews klärt auf
  5. Die neue Variante des Virus der Hämorrhagischen Kaninchenseuche (RHDV-2) – Erstnachweis nun auch in Baden-Württemberg (CVUA – Stuttgart)
  6. Nachweis von RHDV-2 im Regierungsbezirk Karlsruhe bestätigt – Zahlreiche Todesfälle bei Haus- und Wildkaninchen durch die Hämorrhagische Kaninchenseuche (CVUA – Baden-Württemberg)
  7. Kaninchenhalter versuchen Listen und Übersichtskarten zu erstellen, die einen Überblick über die gemeldeten RHD-Fälle und -Verdachtsfälle ermöglichen sollen. Die Qualität dieser Informationen können wir nicht beurteilen.

Leptospirose auf dem Vormarsch – Die richtige Impfung schützt den Hund vor der Zoonose!

Hauptwirte der Leptospiren sind wildlebende Nagetiere wie Mäuse und Ratten, Insektenfresser oder auch Wildschweine. Die Erreger werden von infizierten Tieren mit dem Urin ausgeschieden. Eine große Gefahr stellt dabei mit den Bakterien verunreinigtes Wasser dar (Pfützen).
Laut dem Präsidenten der Bundestierärztekammer wird in vielen europäischen Ländern eine deutliche Zunahme der Leptospirose-Fälle beim Hund verzeichnet. Die Bundestierärztekammer macht Hundehalter darauf aufmerksam, dass die Leptospirose (früher „Stuttgarter Hundeseuche“) als sogenannte Zoonose auch auf den Menschen übertragbar ist.
Angesichts der in Deutschland vorkommenden Stämme (Serovare) des Bakteriums Leptospira interrogans, des Erregers der Leptospirose beim Hund, ist es wichtig, Impfstoffe zu verwenden, die gegen mehrere dieser Serovare wirksam sind.
Fragen Sie uns, wir halten diesen Impfstoff bei uns in der Praxis für sie vorrätig.
Lesen Sie mehr in der Pressemitteilung der Bundestierärztekammer.

Stadt Darmstadt erlässt Katzenschutzverordnung – 24. Juli 2015

Pünktlich zu Beginn der Sommerferien wurde die Kastrations- und Kennzeichnungspflicht für freilaufende Katzen im Stadtgebiet eingeführt.

Nach der neuen Katzenschutzverordnung müssen Halter im gesamten Stadtgebiet ihre Tiere kastrieren, chippen und ins Haustierregister von Tasso eintragen lassen, bevor sie ihnen Zugang ins Freie gewähren.

Verstöße werden mit Bußgeldern bis zu 1000 Euro geahndet. Das Ordnungsamt soll die Einhaltung überwachen.

Ziel der Katzenschutzverordnung ist die Eindämmung des Leids von Streunerkatzen, die sich unkontrolliert vermehren, Krankheiten haben und diese verbreiten. Ein einziges unkastriertes Katzenpaar kann bei zwei Würfen im Jahr in zehn Jahren eine Population erzeugen, die der Einwohnerzahl der Bundesrepublik entspricht.

Tierarzt Christian Zentgraf, Leiter des Tierheims Darmstadt, bezeichnete die Rechtsverordnung als “unglaublichen Schritt für uns (…) wir stoßen durch infizierte Katzen von außen immer wieder an unsere Grenzen”, sagte er.

Nicht nur die Streunerkatzenschwemme wird so minimiert – mit der Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht können im Tierheim abgegebene Fundtiere auch schnell wieder ihren Besitzern zugeordnet werden, sagte Tierheim-Vorstand Carmen Schell. Dies verkürze die Durchlaufzeit im Tierheim enorm.

Für die Tierschützer ist es wichtig, dass die Bevölkerung Hot Spots meldet, an denen Katzenpopulationen entstehen. Bekannt sind die Bereiche Alter Friedhof/GBS, Lichtwiese/Vivarium oder auch ums Mühlchen in Arheilgen, sagte Tierarzt Zentgraf. Auch an der Kranichsteiner Straße würden gerade vermehrt verwilderte Tiere gesichtet. Je früher das Tierheim davon Kenntnis hat, “desto schneller können wir noch relativ kleine Katzenpopulationen durchkastrieren”, sagt Carmen Schell.

Übrigens wer Katzen regelmäßig füttert, übernimmt nach dem Tierschutzgesetz Verantwortung für die Tiere, warnte Karin Jung – Leiterin des Veterinäramts. “Die Katzenschutzverordnung gilt auch für sie” bekräftige Ordnungsamtsleiter Werner Appel.

Quelle: Echo-Online vom 24.07.2015Stadt Darmstadt erlässt Katzenschutzverordnung und nimmt damit bundesweit eine Vorreiterrolle ein – von Birgit Femppel

  1. Link zum aktuellen Text der Katzenschutzverordnung von Darmstadt (Pdf)
  2. Hier geht´s zum Haustierregister Tasso e.V.

Frankreich meldet einen Fall von Tollwut beim Hund

16 Menschen, die mit dem Hund Kontakt hatten, wurden geimpft, sechs möglicherweise infizierte Kontaktpersonen werden noch gesucht. Der inzwischen tote Bullterrier kam ungeimpft aus Ungarn über Algerien nach Frankreich.

Um eine Ausbreitung der Tollwut zu vermeiden, richteten die Behörden um den letzten Aufenthaltsort des Bullterrier eine Sicherheitszone ein, in der sie andere Hundebewegung verboten haben und auch streunende Katzen einzufangen versuchen.
Potentielle weitere Kontakt-Hunde, die womöglich nicht geimpft waren, werden getötet, soweit sie zu identifizieren sind. Geimpfte Kontakt-Hunde werden für sechs Monate unter klinische Beobachtung gestellt. Frankreich gilt seit 2001 als tollwutfrei. – Weiter lesen…

Die Urlaubszeit steht vor der Tür – Beginnen Sie rechtzeitig mit der Planung

Besonders für Tierbesitzer gilt es, nicht auf den letzten Drücker mit der Urlaubsplanung zu beginnen. Zunächst muss entschieden werden, ob das geliebte Haustier mit in den Urlaub fährt oder besser zu Hause bleibt. Bleiben Katze, Heimtier oder Reptil daheim, kann vorher eine Gesundheitskontrolle beim Tierarzt ratsam sein. Außerdem muss die Betreuung der Tiere zu Hause organisiert werden. Gibt es jemanden der das Tier zu Hause betreut oder geht es in eine Tierpension?

Gehen Hund oder Katze mit auf Reisen muss die Frage des Transportmittels geklärt und für die nötige Sicherheit auf dem Transport gesorgt werden. Rechtzeitig sollten auch die nötigen Impfungen und Nachimpfungen durchgeführt werden. Wer ins Ausland fährt braucht zumindest einen EU-Heimtierausweis mit eingetragener Tollwutimpfung und das Tier muss mit einem Mikrochip gekennzeichnet sein. Für einige Länder gelten darüber hinaus spezielle Regeln für die Einreise, die z.B. eine Blutuntersuchung erforderlich machen. Für Reisen ins Ausland ist es deshalb sinnvoll sich schon 2 Monate vor Reiseantritt, um die notwendigen Maßnahmen zu bemühen.

Hier finden Sie einige Tipps der Bundestierärztekammer: Urlaubsplanung mit dem Haustier

Das Fokusthema Haustiere in der Ferienzeit von Vetion.de hält viele hilfreiche Informationen für Sie bereit.

Pets on Tour – Einreisebestimmungen für Hunde und Katzen

Reisekrankheiten machen vielen Tieren zu schaffen – MSD Tiergesundheit

Hitzefalle Auto

Denken Sie bitte gerade auch bei so einem durchwachsenen Sommer daran, Ihren Hund nicht alleine im Auto zu lassen. Auch im Schatten und mit leicht geöffneten Fenstern heizt sich das Wageninneren schnell auf. In der Sonne können schnell Temperaturen über 70°C erreicht werden. Das kann schnell dramatische Folgen für Ihren Hund haben. Denn Hunde haben im Gegensatz zu uns (außer unter den Pfotenballen) keine Schweißdrüsen, sie schwitzen also nicht, sondern erzeugen nur durch ihr Hecheln Verdunstungskälte.

Verstärktes Hecheln, Erbrechen, Durchfall, Apathie, Taumeln oder Krämpfe sind Anzeichen für einen Hitzschlag. In diesem Fall bringen Sie Ihren Hund unverzüglich an einen kühlen und schattigen Ort. Wenn er bei Bewusstsein ist, bieten Sie ihm sofort Wasser an. Zum Abkühlen kann man das Tier unter eine feuchte Decke legen oder ihm vorsichtig zuerst die Beine und dann den Körper befeuchten. Auch wenn Ihr Hund sich schnell erholt, sollten sie unverzüglich einen Tierart aufsuchen – ein Hitzschlag ist immer ein Notfall!

Die Bundestierärztkammer empfielt: “Rufen Sie auf jeden Fall die Polizei, wenn sie beobachten, dass ein Hund in einem in der Sonne geparkten Auto warten muss!“

Pressemitteilung der Bundestierärztekammer – Hitzefalle Auto