Archiv für das Jahr: 2015

Stadt Darmstadt erlässt Katzenschutzverordnung – 24. Juli 2015

Pünktlich zu Beginn der Sommerferien wurde die Kastrations- und Kennzeichnungspflicht für freilaufende Katzen im Stadtgebiet eingeführt.

Nach der neuen Katzenschutzverordnung müssen Halter im gesamten Stadtgebiet ihre Tiere kastrieren, chippen und ins Haustierregister von Tasso eintragen lassen, bevor sie ihnen Zugang ins Freie gewähren.

Verstöße werden mit Bußgeldern bis zu 1000 Euro geahndet. Das Ordnungsamt soll die Einhaltung überwachen.

Ziel der Katzenschutzverordnung ist die Eindämmung des Leids von Streunerkatzen, die sich unkontrolliert vermehren, Krankheiten haben und diese verbreiten. Ein einziges unkastriertes Katzenpaar kann bei zwei Würfen im Jahr in zehn Jahren eine Population erzeugen, die der Einwohnerzahl der Bundesrepublik entspricht.

Tierarzt Christian Zentgraf, Leiter des Tierheims Darmstadt, bezeichnete die Rechtsverordnung als “unglaublichen Schritt für uns (…) wir stoßen durch infizierte Katzen von außen immer wieder an unsere Grenzen”, sagte er.

Nicht nur die Streunerkatzenschwemme wird so minimiert – mit der Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht können im Tierheim abgegebene Fundtiere auch schnell wieder ihren Besitzern zugeordnet werden, sagte Tierheim-Vorstand Carmen Schell. Dies verkürze die Durchlaufzeit im Tierheim enorm.

Für die Tierschützer ist es wichtig, dass die Bevölkerung Hot Spots meldet, an denen Katzenpopulationen entstehen. Bekannt sind die Bereiche Alter Friedhof/GBS, Lichtwiese/Vivarium oder auch ums Mühlchen in Arheilgen, sagte Tierarzt Zentgraf. Auch an der Kranichsteiner Straße würden gerade vermehrt verwilderte Tiere gesichtet. Je früher das Tierheim davon Kenntnis hat, “desto schneller können wir noch relativ kleine Katzenpopulationen durchkastrieren”, sagt Carmen Schell.

Übrigens wer Katzen regelmäßig füttert, übernimmt nach dem Tierschutzgesetz Verantwortung für die Tiere, warnte Karin Jung – Leiterin des Veterinäramts. “Die Katzenschutzverordnung gilt auch für sie” bekräftige Ordnungsamtsleiter Werner Appel.

Quelle: Echo-Online vom 24.07.2015Stadt Darmstadt erlässt Katzenschutzverordnung und nimmt damit bundesweit eine Vorreiterrolle ein – von Birgit Femppel

  1. Link zum aktuellen Text der Katzenschutzverordnung von Darmstadt (Pdf)
  2. Hier geht´s zum Haustierregister Tasso e.V.

Frankreich meldet einen Fall von Tollwut beim Hund

16 Menschen, die mit dem Hund Kontakt hatten, wurden geimpft, sechs möglicherweise infizierte Kontaktpersonen werden noch gesucht. Der inzwischen tote Bullterrier kam ungeimpft aus Ungarn über Algerien nach Frankreich.

Um eine Ausbreitung der Tollwut zu vermeiden, richteten die Behörden um den letzten Aufenthaltsort des Bullterrier eine Sicherheitszone ein, in der sie andere Hundebewegung verboten haben und auch streunende Katzen einzufangen versuchen.
Potentielle weitere Kontakt-Hunde, die womöglich nicht geimpft waren, werden getötet, soweit sie zu identifizieren sind. Geimpfte Kontakt-Hunde werden für sechs Monate unter klinische Beobachtung gestellt. Frankreich gilt seit 2001 als tollwutfrei. – Weiter lesen…

Die Urlaubszeit steht vor der Tür – Beginnen Sie rechtzeitig mit der Planung

Besonders für Tierbesitzer gilt es, nicht auf den letzten Drücker mit der Urlaubsplanung zu beginnen. Zunächst muss entschieden werden, ob das geliebte Haustier mit in den Urlaub fährt oder besser zu Hause bleibt. Bleiben Katze, Heimtier oder Reptil daheim, kann vorher eine Gesundheitskontrolle beim Tierarzt ratsam sein. Außerdem muss die Betreuung der Tiere zu Hause organisiert werden. Gibt es jemanden der das Tier zu Hause betreut oder geht es in eine Tierpension?

Gehen Hund oder Katze mit auf Reisen muss die Frage des Transportmittels geklärt und für die nötige Sicherheit auf dem Transport gesorgt werden. Rechtzeitig sollten auch die nötigen Impfungen und Nachimpfungen durchgeführt werden. Wer ins Ausland fährt braucht zumindest einen EU-Heimtierausweis mit eingetragener Tollwutimpfung und das Tier muss mit einem Mikrochip gekennzeichnet sein. Für einige Länder gelten darüber hinaus spezielle Regeln für die Einreise, die z.B. eine Blutuntersuchung erforderlich machen. Für Reisen ins Ausland ist es deshalb sinnvoll sich schon 2 Monate vor Reiseantritt, um die notwendigen Maßnahmen zu bemühen.

Hier finden Sie einige Tipps der Bundestierärztekammer: Urlaubsplanung mit dem Haustier

Das Fokusthema Haustiere in der Ferienzeit von Vetion.de hält viele hilfreiche Informationen für Sie bereit.

Pets on Tour – Einreisebestimmungen für Hunde und Katzen

Reisekrankheiten machen vielen Tieren zu schaffen – MSD Tiergesundheit